Magnetische Kupplungen

img_2038

mutter_1

 

 

 

 

Wir haben uns immer wieder über Zugstrennungen, v.a. bei Güterwagen, geärgert und deshalb, ermuntert durch die Beiträge im Forum sNs (Spur N Schweiz), mit magnetischen Kupplungen experimentiert. Nach verschiedenen Versuchen haben wir Magnete der Grösse 6 x 2 x 3mm verwendet. Hier ein angepasster Auszug aus meinem Forumsbericht:

  • Die Magnete weisen auf der Längsseite sowohl den Minus als auch den Pluspol auf. Damit ist es möglich, die Wagen frei untereinander zu kuppeln, ohne auf die Polarität achten zu müssen.
  • Den bestehenden Kupplungshaken haben wir abgeschnitten, jedoch den „Querträger“ stehen lassen.
  • Den Querträger sowie die Magnete haben wir mit Aceton gereinigt und mit handelsüblichem Sekundenkleber zusammengeklebt. In einzelnen Fällen haben wir den Kupplungs-Querträger mit Primer vorbehandelt.
  • Damit immer die gleichen Pole verwendet werden, haben wir eine sogenannte „Mutter“ gebaut. Dieses Teil verwenden wir zudem als Lehre für die Justage (Höhe und Seite) – vgl. Bilder.
  • Kosten: ca. CHF -.15 pro Magnet, bei einer Abnahme von 1000 Stück – gekauft bei Supermagnete .ch
  • Umbauzeit pro Fahrzeug: ca. 5 Minuten

Es wäre sicher möglich, mit einer zusätzlichen Bastelei noch die Kupplungsabstände zu verkürzen. Wir haben darauf verzichtet, weil wir einen einwandfreien Fahrbetrieb der Optik vorziehen. Zudem sind bei einer Betrachtung von etwa 50 cm die Abstände in den meisten Fällen nicht zu sehen. Auf jeden Fall sind die Abstände nicht grösser als mit den Original-Spur N-Kupplungen.

Wenn nun die Kupplungen noch geschwärzt werden, sind diese kaum sichtbar.

Nachteile

Einen Nachteil möchten wir noch erwähnen. Rangieren ist nur unter erschwerten Bedingungen möglich; die Magnete sind relativ stark. Es ist möglich, dass einzelne Wagen beim Kupplungsvorgang entgleisen können – es empfiehlt sich deshalb, die Züge als Ganzzüge fahren zu lassen oder dann manuell zusammen zu stellen.

Zieht die Modellbahnindustrie nach?

Mittlerweile ist aber auch die Industrie auf den Geschmack der magnetischen Kupplungen gekommen und stellt auch elektrisch leitende Magnet-Kupplungen her. Gemäss den Beiträgen im Forum soll es sich dabei um die Firma PEHO handeln (im Link unter „Shop“) zu finden. Wir selbst haben aber diese Kupplung nie getestet.

 

Langes Leben für ein altes „EiPhone“ als Bahnhofsuhr!

img_1698img_1700Vor einigen Jahren gab es im App Store die SBB Bahnhofs-Uhr App. Leider ist diese nicht mehr erhältlich. Einer unserer Kollegen hat auf seinem alten, nicht mehr gebrauchten iPhone die funktionierende App entdeckt und gleich einer neuen Bestimmung zugeführt. In unseren Hochhausturm beim Bahnhof Deppenstadt hat er flugs das iPhone eingebaut, mit einer permanenten Stromversorgung versehen und somit das iPhone vor dem Schreddern als Elektroschrott gerettet.

Auch der Mercedes – Stern ist ein Original, das eine neue Verwendung gefunden hat. Vielleicht noch etwas zu gross für dieses Gebäude. Aber es gibt ja noch kleinere Sterne als Bestandteil des Schlüsselanhängers. Wir arbeiten daran…

Überlegungen zur Gleisreinigung

Es gibt ganz viele Arten, die Spur N Gleise vom Schmutz zu befreien. Viele schwören auf eine Nassreinigung mit Alkohol oder einem anderen geeigneten Mittel; wiederum Andere raten nur zur Trockenreinigung mit einem fusselfreien Tuch, während eine weitere Fraktion auf die Behandlung mit Roco-Gummi schwört.

img_2412img_2413 img_2411Auf unserer Clubanlage haben wir bisher tendenziell trocken gereinigt – Mikrofasertuchstreifen mit einem Gummiband versehen und über ein kleines Holzstück gespannt (eine „Erfindung“ einer Gattin eines Clubmitgliedes) und damit haben wir gute Erfahrungen gemacht. Wenn die Mikrofaserstreifen schmutzig sind, gehen sie ab in die Waschmaschine und können wieder verwendet werden. Die Bilder sagen mehr aus als 1000 Worte.

Interessante Idee

Im Gahler und Ringstmeier-Forum erwähnt nun ein Teilnehmer, dass er die Schienen seiner Modellbahn mit ATF reinigt. Dabei soll es genügen, wenn 2-3 cm dieses Automatik-Getriebeöls (!) auf die Schienen gestrichen werden. Die Verteilung und Reinigung soll über die fahrenden Züge erfolgen. Man müsse lediglich nachher die Haftreifen der Loks noch reinigen; das ATF greife aber die Gummis nicht an.

Der Bericht ist zudem mit einem Video verlinkt, in dem aufgezeigt wird, wie dies praktisch erfolgt. Unter den Kommentaren des Youtube-Films hat es sehr positive als auch negative Meinungen. Der Originalbericht ist in holländisch, das Video in Englisch.

Der Schreibende hat sich nun etwas ATF organisiert und dann an zwei Orten auf meiner Anlage – bin seit mehr als 8 Monaten nicht mehr gefahren – ATF mit einem Q-Tip aufgestrichen und mit einem Zug mehrmals die ganze Anlage abgefahren. Schon das einmalige Befahren mit dem Probezug (und dadurch das Verteilen der kleinsten Menge ATF) zeigte ein gutes Ergebnis.

Die Räder der Lok habe ich ebenfalls überprüft und konnte – nach etwa 20 Minuten fahren – keine besondere Verschmutzung feststellen.

Anschliessend gab ich in meinen beiden Schattenbahnhöfen die Züge frei – und staunte Bauklötze. Alle Züge fuhren einwandfrei, kein Flackern der Lämpchen etc.

Das war nun der kurzfristige Erfolg – bin gespannt, wie dies nach 3-4 Wochen aussehen wird. Werde mich dannzumal wieder melden.

update: Die Testreihe ist hier zu finden