10.06.2019 – Eine Schotter – „Kur“

Es führen viele Wege nach Rom – eben so viele Schottervarianten gibt es. Hier zeigt Felix, nach welcher Methode wir auf unserer Anlage rasch, sauber und einfach das Schottergemisch auftragen und fixieren. Im Notfall oder bei einem allfälligen Umbau kann durch starkes Benetzen das Geleise vom Schotter wieder befreit werden. 

          

Ganz wichtiger Hinweis:
Nach dem das Schotter/Leimgemisch trocken ist, bitte nicht vergessen, die Geleise zu reinigen… 😉

Und hier unser Link zur Anleitung, wie der Schotterschutz gebaut wird.

31.03.2019 – Detaillierte Bauanleitung für einen Schotterschutz bei Weichen

09.04.2019 – Ein Golfplatz entsteht

Schon in unserem Bericht vom 08.12.2018 ist ein Hinweis zu finden, dass auf unserer Anlage auch ein Loch einer Golfplatzanlage entsteht.

Hier nun die Informationen zum Bau dieses Landschaftsteils

Ausgangslage

Unsere Modellbahnanlage wird – wie schon früher ausgeführt – durch einen „Scenic Divider“ zweigeteilt. Wir wollten am Ende des „Scenic Dividers“ nicht einfach ein Brett haben, sondern einen einigermassen vernünftigen Geländeabschluss erstellen. Dabei war schnell entschieden, dass ein Zug von der vorderen Seite durch einen Tunnel auf die hintere Seite fahren soll. Somit kamen wir zu einem Geländeteil, für das wir im ersten Moment noch keine Idee hatten, wie dieser zu gestalten sei. Während wir alle an anderen Ecken und Enden unserer Anlage arbeiteten, kam in einem ruhigen Moment Andreas auf die Idee, auf diesem Teil ein Loch eines Golfplatzes abzubilden. Wir haben bisher noch keine Anlage mit einem Golfplatz gesehen und so war dann der Entscheid rasch gefällt, diese Idee zu realisieren. Allerings hatten wir somit erst die Idee, aber noch gar keine Vorstellungen und so baute Andreas nach dem „try and error“ System, ohne Pläne etc. diese Golfanlage. Etwas Kopfzerbrechen machte uns die Tatsache, dass es zwar Preiser-Golffiguren gibt, diese aber sowohl im Handel als auch beim Hersteller offenbar ausverkauft sind. Aber auch da hatten wir Glück! Auf eBay konnten wir einen Satz Figuren ersteigern und können dann den fertigen Platz auch bevölkern. Vielleicht finden wir noch ein zweites Set.

Ausdehnung und Lage des Golfplatzes am Ende des „Scenic Dividers“

Noch ein Gedanke zur Ausgangslage: Das Schöne am Modellbau (und das haben wir auch schon an anderen Stellen wiederholt) ist, dass man eigentlich keine Fehler machen kann. Und wenn doch etwas passiert, kann man es problemlos neu erstellen oder fehlerhafte Bereiche kaschieren. Somit kann man nur gewinnen…!

Informationen zum Golfplatz

Das vorliegende Loch ist Teil eines Gebirgs-Golfplatzes, d.h. hügelig, wenig lange Fairways, dafür einige Hindernisse, die das Golfspiel anspruchsvoll machen. Vom Herrenabschlag ist das Green nicht zu sehen. Deshalb wird hier noch eine Navigationshilfe (eine rot/weisse Stange) eingebaut werden, aber erst, wenn die Ausgestaltung abgeschlossen ist. Die Damen haben es einfacher; von ihrem Abschlag aus können Sie das Ziel oder das Green, wenn auch leicht verdeckt, sehen. Ein enges Fairway, 2 Bunker und Bäume erschweren zudem das Spiel.

Dieses Golfloch ist linkerhand begrenzt durch die Bahnlinie und hinter dem Loch ist der sich im Bau befindliche Bereich der Autoverladestation. Diese bahn- und autotechnischen Anlagen müssen natürlich von allfälligen Fehlschlägen der Golfspieler (wer macht das schon….) geschützt werden. Dies erfolgt, wie beim Vorbild, durch einen überhohen und ganz engmaschigen Drahtzaun.

Baubeschrieb

Zuerst wurde also das Rohgelände mit Gips gestaltet. Aus einer Styroporplatte wurde der Bereich des Greens ausgeschnitten und waagrecht (die Spieler werden es verdanken, dass das Green nicht auch noch coupiert ist) auf das Gelände aufgeklebt resp. mit Gips eingebettet. Ebenfalls wurde bereits der Bunker hinter dem Green grob vorgeformt. Anschliessend wurde der ganze Greenbereich mit Teppichklebeband überklebt, die Schutzfolie oben aber noch nicht entfernt.

Green und Bunker in Arbeit

Nun konnte der Erbauer an die Grobgestaltung gehen. Zuerst wurde der Gips mit grüner Farbe grundiert. Vor dem Green wurde in „gefährlicher“ Distanz ein kleiner, flacher Sandbunker gesetzt. Hinter dem Green wiederum wurde ein grösserer und tieferer Bunker gebaut, so dass die Golfspieler sehr genau spielen müssen, um das Green zu treffen. Auf dem nachfolgenden Bild ist ersichtlich, wie mit Streumaterial und Sand gearbeitet worden ist und dass das eigentliche Green immer noch mit der Klebefolie des doppelseitigen Teppich-Klebebandes abgedeckt ist.

Die erste Sandschicht ist im Bunker bereits aufgetragen worden

Auch der Bunker vor dem Green ist gestaltet und eingesandet worden

Auch der kleinere Bunker ist bereits mit dem ersten „Guss“ eingesandet worden. Hier ist aber noch eine Nachbearbeitung notwendig.

Nun ging es daran, das Green fertig zu stellen. Es war klar, dass die Methode „Strassenbau“ hier ideale Dienste leisten würde, d.h. nach dem Entfernen des Klebebandes wurde der ganz feine Chinchilla-Sand auf die Klebeflächen gestreut und kräftig eingerieben. Das hält bombenfest ist aber farblich grau und entspricht somit nicht einem Grün-Rasen!. Deshalb wurde der Chinchilla-Sand vorher mit grüner Volltonfarbe eingefärbt. Aber irgendwie war das Resultat dann ein Schock. Müssen wir nun das ganze Green wieder aus dem Gips rauslösen und neu machen? Nein – natürlich nicht. Auf einem Teststück (auf einem kleinen Sperrholz-Teil mit aufgeklebtem Teppichband das katastrophale Grüngemisch eingerieben und dann mit verschiedenen Wasserfarben übermalt und kontrolliert, welche Resultate sich ergeben). Nachdem wir mit dem Test zufrieden waren, erfolgte die Umfärbung direkt auf dem Golfplatz und wir waren erfreut über das Resultat.

Nachfolgend ein Vergleich:

VORHER (Uäääh, was ist denn das für eine Farbe….?)

NACHHER

Auch die beiden Abschläge wurden bereits erstellt. Als Abschlagefläche dienten kleine Sperrholzresten, die ebenfalls begrünt worden sind. Die Abschlagsmarken sind Stecknadelköpfe. Allerdings sind diese für die Spur N immer noch etwas zu gross. Wenn wir nicht kleinere Nadeln finden, werden wir einen Weg finden müssen, um diese selbst herzustellen. Wir sind zuversichtlich, dass bis zur Einweihung des Platzes dieses „Problem“ gelöst sein wird.

Allfällige Golfspieler werden die Aufstellung der Abschlagsmarkierungen bemängeln. Logisch – es sind jetzt ja nur Stellproben und die definitiven Markierungen werden noch gesetzt!!

Nach all diesen Arbeiten gab es einen Marschhalt! Nun musste daran gedacht werden, wie die oben im Bericht erwähnten Schutzgitter gebaut werden. Unser Mitglied Marcel hatte schon vor einiger Zeit ein kleines Punktschweissgerät für unsere Arbeiten adaptiert. Nachdem er mit diesem Gerät in der Vergangenheit erfolgreich Zäune, Lawinenschutzgitter, Hochspannungsmasten (!) etc. erstellt hat, drängte es sich auf, auch für diese Schutzgitter mit der Punktschweissanlage zu arbeiten. Marcel instruierte kurz Louis und Andreas und los ging die Geschichte. Wir werden in einem zukünftigen Beitrag detailliert aufzeigen, wie wir mit dieser Methode rasch jegliche Art von Zäunen, Abschrankungen etc. erstellen.

Zuvor mussten aber die Oberleitungsmasten gesetzt werden, da nach dem Aufstellen der Zäune diese Masten nicht mehr eingebaut werden können. Wir haben an anderer Stelle beschrieben, warum wir nur Masten (also keine Drahtverbindungen von Mast zu Mast) aufstellen werden.

Die nachfolgenden Bilder zeigen bereits die Sicherheits-Drahtzäune, die nach obigem Verfahren hergestellt worden sind. Dahinter sind auch die Oberleitungsmasten erkennbar.

…und bereits ist auch das zweite Schutzgitter erstellt und platziert worden

So, wir melden uns wieder, wenn wir dann nach der endgültigen Ausgestaltung den Golfplatz dem Spielbetrieb übergeben können… 🙂

03.02.2019 – Auflösung: Was ist das?

Die Auflösung unserer Frage von letzter Woche ist ganz einfach:

Felix hat sich bereit erklärt, den Bahnhof Wildikon mit einem Schotterbett zu versehen. Dieser Bahnhof weist aber relativ viele Weichen auf. Damit der Schotter die Teile, die gelenkig bleiben müssen, nicht verklebt, hat er eine Schotterlehre gebaut, die über das Herzstück und die beweglichen Teile gelegt werden kann. Damit kann nun sehr sorgfältig geschottert werden. Man beachte aber auch die clevere Lehre! Im Bild ist sie für Linksweichen gebaut; wenn man die Lehre umdreht, kann sie für Rechtsweichen verwendet werden. Diese Lehren müssen natürlich für die verschiedenen Weichentypen (lange, mittlere, kurze) separat gebaut werden.

Hier nun das Bild der Schotterlehre:

03.01.2017 – Kunststoff-Kleber- Kanüle verstopft – was nun??

Ein bekanntes Problem bei den handelsüblichen Kunststoff-Klebern ist die Tatsache, dass bereits nach kurzer Benutzung die Kanüle sich verklebt. Kurzfristig kann man sich damit behelfen, dass die Kanüle erwärmt (Vorsicht: entflammbar! – kein Risiko eingehen) wird und dadurch der Kleber wieder durchfliessen kann. Das ist aber keine dauerhafte Lösung.

Grundsätzlich gehen wir wie folgt vor:

  • Nach jedem einzelnen Gebrauch wird bei stehendem Gefäss ein wenig Kleber durch die Kanüle gepresst und mit hörbarem „Pffff“ kurz Luft eingesogen. Dadurch ist die Kanüle frei.
  • Kleber immer nur stehend aufbewahren.

Trotzdem kommt es vor, dass die Kanüle verklebt. Modellbahner, die einen Leim mit Pinsel verwenden, kennen dieses Problem nicht. Aber gerade für Häuserbausätze in Spur N ist es manchmal von Vorteil, einen Kleber mit Kanüle zu benutzen, da damit ein sehr fein dosiertes Arbeiten möglich ist.

Was tun, wenn die Kanüle verstopft ist?

Unser Tüftler Marcel hat eine Methode herausgefunden, wie die Kanüle beim Faller Expert Kleber (jedes andere ähnliche Produkt mit Kanüle geht selbstverständlich auch) relativ rasch „entstopft“ werden kann.

Benötigt werden:

  • Aceton
  • Draht 0,3 mm (!)
  • Papierserviette oder ähnliches

Vorsicht: Spritzer sowie Haut- und Augenkontakt vermeiden! Nicht für Kinderhände!

  • Der Verschlussdeckel (siehe Bild 1 – unten) mit der Kanüle wird von der Flasche entfernt – die Verschlusskappe beiseite gelegt.
  • Die Flasche wird mit einem separaten Deckel (wir haben hier einfach einen Glasflaschen-Deckel genommen – Bild 2) abgedeckt, damit nicht zuviel Luft in die Flasche gelangt.
  • Nun wird ein etwa 30 cm langes Stück vom feinen Draht abgeschnitten und in die Acetonflasche getaucht.
  • Dieser Draht wird nun vorsichtig in das kleine Loch im Verschlussdeckel eingeführt und durch die Kanüle gestossen. Das braucht sicher einige Versuche, bis es klappt.
  • Wenn der Draht bei der Kanüle rausschaut, diesen etwa 10 cm weiter ziehen (Bild 3)
  •  Nun eine Ecke der Papierserviette mit Aceton tränken und damit den vorne und hinten aus dem Verschlussdeckel / Kanüle herausschauenden Draht befeuchten.
  • Den Draht auf einer Seite in einen Schraubstock einspannen, die andere Seite mit einer kleinen Zange heben und die Verschlussdeckel mit Kanüle hin und her bewegen, bis kein Widerstand mehr zu spüren ist.

Anschliessend kann der Verschlussdeckel mit Kanüle wieder auf den Kleber aufgeschraubt werden und die Verschlusskappe aufgesetzt werden.

Wir hoffen, dass dieser Tipp auch Ihnen helfen wird, einen verklebten Kleber wieder zum Leben zu erwecken.

Bild 1 (Flasche mit Verschlussdeckel und Verschlusskappe)

Bild 2 (behelfsmässiger prov. Deckel)

Bild 3 (es hat geklappt)

 

21.09.2016 – Magnetische Kupplungen

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Wir haben uns immer wieder über Zugstrennungen, v.a. bei Güterwagen, geärgert und deshalb, ermuntert durch die Beiträge im Forum sNs (Spur N Schweiz), mit magnetischen Kupplungen experimentiert. Nach verschiedenen Versuchen haben wir Magnete der Grösse 6 x 2 x 3mm verwendet. Hier ein angepasster Auszug aus meinem Forumsbericht:

  • Die Magnete weisen auf der Längsseite sowohl den Minus als auch den Pluspol auf. Damit ist es möglich, die Wagen frei untereinander zu kuppeln, ohne auf die Polarität achten zu müssen.
  • Den bestehenden Kupplungshaken haben wir abgeschnitten, jedoch den „Querträger“ stehen lassen.
  • Den Querträger sowie die Magnete haben wir mit Aceton gereinigt und mit handelsüblichem Sekundenkleber zusammengeklebt. In einzelnen Fällen haben wir den Kupplungs-Querträger mit Primer vorbehandelt.
  • Damit immer die gleichen Pole verwendet werden, haben wir eine sogenannte „Mutter“ gebaut. Dieses Teil verwenden wir zudem als Lehre für die Justage (Höhe und Seite) – vgl. Bilder.
  • Kosten: ca. CHF -.15 pro Magnet, bei einer Abnahme von 1000 Stück – gekauft bei Supermagnete .ch
  • Umbauzeit pro Fahrzeug: ca. 5 Minuten

Es wäre sicher möglich, mit einer zusätzlichen Bastelei noch die Kupplungsabstände zu verkürzen. Wir haben darauf verzichtet, weil wir einen einwandfreien Fahrbetrieb der Optik vorziehen. Zudem sind bei einer Betrachtung von etwa 50 cm die Abstände in den meisten Fällen nicht zu sehen. Auf jeden Fall sind die Abstände nicht grösser als mit den Original-Spur N-Kupplungen.

Wenn nun die Kupplungen noch geschwärzt werden, sind diese kaum sichtbar.

Nachteile

Einen Nachteil möchten wir noch erwähnen. Rangieren ist nur unter erschwerten Bedingungen möglich; die Magnete sind relativ stark. Es ist möglich, dass einzelne Wagen beim Kupplungsvorgang entgleisen können – es empfiehlt sich deshalb, die Züge als Ganzzüge fahren zu lassen oder dann manuell zusammen zu stellen.

Zieht die Modellbahnindustrie nach?

Mittlerweile ist aber auch die Industrie auf den Geschmack der magnetischen Kupplungen gekommen und stellt auch elektrisch leitende Magnet-Kupplungen her. Gemäss den Beiträgen im Forum soll es sich dabei um die Firma PEHO handeln (im Link unter „Shop“) zu finden. Wir selbst haben aber diese Kupplung nie getestet.

 

08.09.2016 – Überlegungen zur Gleisreinigung

Es gibt ganz viele Arten, die Spur N Gleise vom Schmutz zu befreien. Viele schwören auf eine Nassreinigung mit Alkohol oder einem anderen geeigneten Mittel; wiederum Andere raten nur zur Trockenreinigung mit einem fusselfreien Tuch, während eine weitere Fraktion auf die Behandlung mit Roco-Gummi schwört.

img_2412img_2413 img_2411Auf unserer Clubanlage haben wir bisher tendenziell trocken gereinigt – Mikrofasertuchstreifen mit einem Gummiband versehen und über ein kleines Holzstück gespannt (eine „Erfindung“ einer Gattin eines Clubmitgliedes) und damit haben wir gute Erfahrungen gemacht. Wenn die Mikrofaserstreifen schmutzig sind, gehen sie ab in die Waschmaschine und können wieder verwendet werden. Die Bilder sagen mehr aus als 1000 Worte.

Interessante Idee

Im Gahler und Ringstmeier-Forum erwähnt nun ein Teilnehmer, dass er die Schienen seiner Modellbahn mit ATF reinigt. Dabei soll es genügen, wenn 2-3 cm dieses Automatik-Getriebeöls (!) auf die Schienen gestrichen werden. Die Verteilung und Reinigung soll über die fahrenden Züge erfolgen. Man müsse lediglich nachher die Haftreifen der Loks noch reinigen; das ATF greife aber die Gummis nicht an.

Der Bericht ist zudem mit einem Video verlinkt, in dem aufgezeigt wird, wie dies praktisch erfolgt. Unter den Kommentaren des Youtube-Films hat es sehr positive als auch negative Meinungen. Der Originalbericht ist in holländisch, das Video in Englisch.

Der Schreibende hat sich nun etwas ATF organisiert und dann an zwei Orten auf meiner Anlage – bin seit mehr als 8 Monaten nicht mehr gefahren – ATF mit einem Q-Tip aufgestrichen und mit einem Zug mehrmals die ganze Anlage abgefahren. Schon das einmalige Befahren mit dem Probezug (und dadurch das Verteilen der kleinsten Menge ATF) zeigte ein gutes Ergebnis.

Die Räder der Lok habe ich ebenfalls überprüft und konnte – nach etwa 20 Minuten fahren – keine besondere Verschmutzung feststellen.

Anschliessend gab ich in meinen beiden Schattenbahnhöfen die Züge frei – und staunte Bauklötze. Alle Züge fuhren einwandfrei, kein Flackern der Lämpchen etc.

Das war nun der kurzfristige Erfolg – bin gespannt, wie dies nach 3-4 Wochen aussehen wird. Werde mich dannzumal wieder melden.

update: Die Testreihe ist hier zu finden

 

24.06.2016 – Wir „üben“ an einem Wasserfall

Wasserfall_3150-2.jpgEine grosse Eisenbahnbrücke überquert das Schlangentobel. In dieses Tobel wird sich ein gewaltiger Wasserfall stürzen (siehe nebenstehendes Bild) und den Reisenden ein tolles Wasserschauspiel bieten. Wer hat nicht auch schon bei der Fahrt über das Landwasser-Viadukt in die Tiefe geblickt?

Die Frage ist nur: Wie macht man einen realistischen Wasserfall in Spur N? Felix hat sich dem Thema angenommen und intensiv im Internet recherchiert. Neben vielen interessanten Seiten ist er u.A. auf die Seite von Ulrike Strauch aufmerksam geworden. Hier wird – neben vielen weiteren Landschaftsgestaltungen – aufgezeigt, wie so ein Wasserfall mit Fensterfarben (Window Colours) und Viskose-Watte auf einfache Weise gestaltet werden kann. Ich empfehle Euch, die oben genannte Webseite von Uli Strauch sowie deren Videokanal auf YouTube unbedingt zu konsultieren. Viele spannende und interessante Tipps zum Modellbahnbau sind hier zu sehen.

Wasserfall_TestSchnell bastelte Felix mit Drahtgeflecht und etwas Gips einen Felsen auf einem kleinen Brettchen, um damit diese Technik von Ulrike Strauch zu testen. Die Erfahrungen sind überzeugend und wir werden sicher noch in diesem Jahr über den „richtigen“ Wasserfall auf unserer Anlage berichten können.

07.06.2016 – Einbau der Weichenantriebe

Weichenantriebe Feather Products

Diese motorischen Antriebe sind rasch und problemlos zu montieren. Es liegt eine ausführliche Bauanleitung bei. Ich rechne mit einer Einbauzeit von max. 15 Minuten pro Antrieb (ohne elektr. Verdrahtung natürlich). Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass der Stelldraht genau in der Mitte der Weiche anzubringen ist und somit von der Weichen-Gleismitte die Stellschwelle bewegt (und nicht links oder rechts, wie beim PECO-Antrieb vorgesehen).

Wichtig: der Motor benötigt Dauerstrom und keine Endabschaltung: am Besten eignet sich ein regelbarer Transformator. Damit hat man die Möglichkeit, die Stellgeschwindigkeit und den Stelldruck zu regeln.

Stromaufnahme: ca 10mA (zum Vergleich: an einem gewöhnlichen Kleinbahn Trafo – aus Altbeständen – betreibe ich mehr als 30 Antriebe).

Da keine Endabschaltung notwendig ist, muss – insbesondere bei der Spur N – für den Stellarm des Motors eine Begrenzung gemacht werden. Hier genügt eine simple Schraube als Anschlag!. Nun kann man als Anschlag aber auch einen Microswitch verwenden, der z.B. die Ausleuchtung des Stellpultes besorgt. (P.S. Electrofrog Weichen sind nicht zu polarisieren; sie sind bereits entsprechend vorverdrahtet!)

Betätigt wir der Motor über einen zweifachen Umschalter (vgl. nachfolgende Skizzen).

Hier eine Skizze zum Motor und dessen Einbau:

Zur Illustration nachfolgendes Bild



Foto U. Simon 7.10.99

So erfolgt die Verdrahtung:

 

Ergänzungen 2016:

Die obige Verarbeitung hat sich bei mir bewährt. Allerdings sind im harten Clubbetrieb gewisse Schwachstellen, v.a. bei den Stellarmen, aufgetreten. Es haben sich dabei die Lötstellen, die den Messingarm mit der Motorenachse verbinden, gelöst. Deshalb hat unser Mitglied Marcel ein neues System entwickelt. Hier die entsprechenden Bilder:

IMG_3226 IMG_3221

07.06.2016 – Erfahrungen mit Peco – Geleisen / Bessere Fahreigenschaften bei DKW

PECO Code 80 / Code 55 Geleise

Von verschiedenen Seiten bin ich angefragt worden, wie wir im Club mit Peco-Produkten zufrieden sind.

Im Club verwenden wir PECO Code 80 / electrofrog – Weichen, also alle mit leitenden Herzstücken. Bei mir zu Hause verwende ich PECO Code 55 / electrofrog Weichen. Die Gleissysteme sind problemlos untereinander kombinierbar.

Verdrahtung der Weichen

Weichen sind problemlos zu verdrahten. In den Packungen sind entsprechende Hinweise vorhanden.

Spezielle Hinweise zu den DKW’s

Bei den PECO-DKW’s handelt es sich eigentlich um die ersten mehr oder weniger massstäblichen DKW’s in der Spur N. In meinem Bahnhof habe ich drei DKW’s hintereinander eingebaut. Anfänglich hatte ich gewisse Probleme, da vor allem KATO- und Arnold-Loks deutlich „abgebremst“ wurden. Ein Nachschleifen/Aufweiten (siehe Bilder) der Radlenker hat dieser Bremswirkung abgeholfen. 

Ich fahre mit Wendezügen mit 10 Wagen sowohl geschoben als gezogen problemlos über die Weichenstrassen. 

Die Verdrahtung ist einfach – wie üblich – man muss sich genau an das Schema halten, das der Packung beiliegt.  

Im N-Bahn Magazin ab Nr. 3/99 (Juli/August/September 1999) des Alba-Verlages ist eine 2-teilige Serie erschienen mit der Thematik „Gleise, Gleise, Gleise…“. Im Artikel wird neben den Arnold- und Minitrix Geleisen auch auf PECO eingegangen und im Besonderen auf die gute Funktionsfähigkeit der DKW hingewiesen. 

Andreas Wandfluh

06.06.2016 – Anleitung für das Bauen der Stadthäuser

Grundsätzliches

  1. Jeder Bausatz enthält überzählige Teile – das können Fenster, Dächer, Seitenwände etc.
    sein. Damit ist eine individuelle Gestaltung der Häuserfronten möglich.
  2. Andreas bezeichnet in jedem Bausatz die Fronten auf der Rückseite mit einer gelben
    Markierung. Dies bedeutet, dass diese Häuserfronten zu verwenden sind. Damit stellen wir
    sicher, dass unterschiedlichen Fassaden verwendet werden.
  3. Überzählige Bauteile sind auf jeden Fall in der Kartonschachtel zu belassen.

Zusammenbau

Vor Inangriffnahme von Bauarbeiten sind alle Teile des Bausatzes in lauwarmem Wasser mit ganz
wenig Spülmittel zu waschen und sorgfältig zu trocknen. Dadurch erhalten wir einerseits einwandfreie
Klebestellen und andererseits griffigere Flächen für Lackierungen.Wir benutzen 2 Arten von farblichen
Anpassungen, die das Bauvorgehen massgeblich beeinflussen:

    1. mittels Pulverfarben. Sofern „nur eine Alterung“ der Bauteile erreicht werden soll, können wir dies mittels
      Pulverfarben vornehmen. Die Gebäudefronten können fertiggestellt werden (sollten aber
      noch nicht zusammen gesetzt werden) und werden dann mit Pulverfarben behandelt.
      Dabei ist zu berücksichtigen, dass die noch nicht benutzten Klebestellen nicht verdreckt
      werden (sonst auf jeden Fall reinigen). Anschliessend „Fensterglas“, Vorhänge etc.
      montieren und das Gebäude zusammensetzen. Anschliessend allfällige farbliche
      Korrekturen vornehmen.

 

  1. mittels „normalen Farben aus der Tube, Palette etc.Sollte die Grundfarbe total verändert werden,
    z.B. von Grau in Gelb, dann empfiehlt sich, den Front- Rohling mit den normalen
    Farben zu lackieren und gut trocknen zu lassen (mind. 1 Tag). Dabei ist zu
    berücksichtigen, dass die noch nicht benutzten Klebestellen nicht verdreckt werden (sonst
    auf jeden Fall reinigen). Anschliessend „Fensterglas“, Vorhänge etc. montieren und das
    Gebäude zusammensetzen. Anschliessend allfällige farbliche Korrekturen vornehmen.
    8-ung: Pulverfarben und normale Farben nicht mischen!

Klebstoff

Basis-Informationen

Als Klebstoffe stehen die folgenden Materialien zur Verfügung:

  • Der Faller „Expert Normal“ Leim ist derjenige Klebstoff, mit dem grundsätzlich gearbeitet
    werden soll.
  • Der Faller „Super Expert Schnell“ ist für die Montage von Kleinstteilen zu verwenden.

Verwenden der Klebstoffe

  • Kleinste Mengen genügen – bei Fenstereinsätzen reicht es, auf allen vier Seiten nur
    Klebepunkte anzubringen.
  • Kappe jeweils auf Kanüle aufsetzen.
  • Nach der ersten Benützung sind die Klebstoffe jeweils aufrecht zu lagern (nie horizontal!!).
    Wer einen Leim nach Hause nimmt, muss diesen ebenfalls aufrecht transportieren.
    Der Grund liegt darin, dass bei einer liegenden Flasche die Kanüle verstopft wird. In einzelnen
    Fällen kann diese durch Erhitzen mit einem Feuerzeug wieder durchgängig gemacht werden –
    allerdings zersetzt sich durch die Erwärmung der Klebstoff in der Flasche und ist rascher
    unbrauchbar.

Damit die Kanüle auch bei der Arbeit nicht verstopft, ist wie folgt vorzugehen:

  • Flasche hochstellen
  • Flasche leicht zusammendrücken und halten, bis Leim aus der Kanüle austritt
  • Druck auf Flasche lösen – dadurch wird der in der Kanüle verbleibende
    Klebstoff in die Flasche zurückgesogen
  • Überflüssigen Leim von der Kanüle reinigen
  • Kappe auf Kanüle aufsetzen
  • Mit diesem Vorgehen wird sichergestellt, dass diese Klebstoffe fast unbegrenzt haltbar
    bleiben.

Viel Spass Andreas 23.11.2009