23.04.2019 – Besuch bei Smilestones

Heute habe ich die Anlage „Smilestones“ in Neuhausen am Rheinfall besucht. Der erste Teil der Anlage ist vor kurzem eröffnet worden (bis 30.4.2019 gibt es noch reduzierte Eröffnungspreise) und umfasst die drei FantAsien „Rheinfallgebiet“, „Ostschweiz“ und „Appenzell“. Die Anlage ist sehr schön und liebevoll und grosszügig gestaltet. Der zukünftige Eintritt von CHF 19.– / Erwachsene ist auf jeden Fall gut angelegt. 

Ich habe mich weniger auf den Fahrbetrieb konzentriert, sondern mich mit den Anlage-Details befasst, in der Meinung, dass wir die eine oder andere Idee unter Umständen auch auf unserer Anlage umsetzen können.

Auf den nachfolgenden Bildern ist zuerst dreimal der Original-Rheinfall zu sehen – anschliessend folgen die Anlagebilder. Viel Spass.

Weitere Informationen über Smilestones sind hier zu finden.

11.04.2019 – Besuch bei den Eisenbahnamateuren Oberengstringen

Wir nehmen immer wieder die Gelegenheit wahr, andere Eisenbahnclubs zu besuchen und von diesen auch Tipps und Ideen mitzunehmen.

So haben Felix und Andreas am 7. April 2019 die Eisenbahnamateure Oberengstringen (OEA) besucht. Diese betreiben seit 1984 (sind also ein Jahr jünger als unser Club) eine HO-Anlage, die ebenfalls durch G + R gesteuert wird.

Nachfolgend einige Bilder von dieser Anlage sowie einige Details, die uns auch als Ideenspeicher dienen.

Noch zur G + R Steuerung: sie fahren ausschliesslich mit dem PC (also kein Bildschirmstellwerk). Dabei konnten wir beobachten, dass sie auch mit gewissen Problemen kämpfen: auch sie müssen manchmal die ganze Steuerung herunterfahren und neu starten, weil sich „irgend etwas aufgehängt hat“. Auch bei ihnen klappt manchmal die Rückmeldung nicht und führt zu Zugskollisionen.

Fazit: Felix und ich hatten das Gefühl, dass der Fahrbetrieb bei uns (im Automatikbetrieb) besser organisiert ist. Obwohl man uns gesagt hat, dass sie auch schon mit 21 Zügen gefahren sind, haben am Besuchstag nur wenige auf der Anlage verkehrt.

Clickt in ein Bild und dieses wird dann vergrössert dargestellt. Anschliessend mit den Pfeiltasten navigieren

09.04.2019 – Ein Golfplatz entsteht

Schon in unserem Bericht vom 08.12.2018 ist ein Hinweis zu finden, dass auf unserer Anlage auch ein Loch einer Golfplatzanlage entsteht.

Hier nun die Informationen zum Bau dieses Landschaftsteils

Ausgangslage

Unsere Modellbahnanlage wird – wie schon früher ausgeführt – durch einen „Scenic Divider“ zweigeteilt. Wir wollten am Ende des „Scenic Dividers“ nicht einfach ein Brett haben, sondern einen einigermassen vernünftigen Geländeabschluss erstellen. Dabei war schnell entschieden, dass ein Zug von der vorderen Seite durch einen Tunnel auf die hintere Seite fahren soll. Somit kamen wir zu einem Geländeteil, für das wir im ersten Moment noch keine Idee hatten, wie dieser zu gestalten sei. Während wir alle an anderen Ecken und Enden unserer Anlage arbeiteten, kam in einem ruhigen Moment Andreas auf die Idee, auf diesem Teil ein Loch eines Golfplatzes abzubilden. Wir haben bisher noch keine Anlage mit einem Golfplatz gesehen und so war dann der Entscheid rasch gefällt, diese Idee zu realisieren. Allerings hatten wir somit erst die Idee, aber noch gar keine Vorstellungen und so baute Andreas nach dem „try and error“ System, ohne Pläne etc. diese Golfanlage. Etwas Kopfzerbrechen machte uns die Tatsache, dass es zwar Preiser-Golffiguren gibt, diese aber sowohl im Handel als auch beim Hersteller offenbar ausverkauft sind. Aber auch da hatten wir Glück! Auf eBay konnten wir einen Satz Figuren ersteigern und können dann den fertigen Platz auch bevölkern. Vielleicht finden wir noch ein zweites Set.

Ausdehnung und Lage des Golfplatzes am Ende des „Scenic Dividers“

Noch ein Gedanke zur Ausgangslage: Das Schöne am Modellbau (und das haben wir auch schon an anderen Stellen wiederholt) ist, dass man eigentlich keine Fehler machen kann. Und wenn doch etwas passiert, kann man es problemlos neu erstellen oder fehlerhafte Bereiche kaschieren. Somit kann man nur gewinnen…!

Informationen zum Golfplatz

Das vorliegende Loch ist Teil eines Gebirgs-Golfplatzes, d.h. hügelig, wenig lange Fairways, dafür einige Hindernisse, die das Golfspiel anspruchsvoll machen. Vom Herrenabschlag ist das Green nicht zu sehen. Deshalb wird hier noch eine Navigationshilfe (eine rot/weisse Stange) eingebaut werden, aber erst, wenn die Ausgestaltung abgeschlossen ist. Die Damen haben es einfacher; von ihrem Abschlag aus können Sie das Ziel oder das Green, wenn auch leicht verdeckt, sehen. Ein enges Fairway, 2 Bunker und Bäume erschweren zudem das Spiel.

Dieses Golfloch ist linkerhand begrenzt durch die Bahnlinie und hinter dem Loch ist der sich im Bau befindliche Bereich der Autoverladestation. Diese bahn- und autotechnischen Anlagen müssen natürlich von allfälligen Fehlschlägen der Golfspieler (wer macht das schon….) geschützt werden. Dies erfolgt, wie beim Vorbild, durch einen überhohen und ganz engmaschigen Drahtzaun.

Baubeschrieb

Zuerst wurde also das Rohgelände mit Gips gestaltet. Aus einer Styroporplatte wurde der Bereich des Greens ausgeschnitten und waagrecht (die Spieler werden es verdanken, dass das Green nicht auch noch coupiert ist) auf das Gelände aufgeklebt resp. mit Gips eingebettet. Ebenfalls wurde bereits der Bunker hinter dem Green grob vorgeformt. Anschliessend wurde der ganze Greenbereich mit Teppichklebeband überklebt, die Schutzfolie oben aber noch nicht entfernt.

Green und Bunker in Arbeit

Nun konnte der Erbauer an die Grobgestaltung gehen. Zuerst wurde der Gips mit grüner Farbe grundiert. Vor dem Green wurde in „gefährlicher“ Distanz ein kleiner, flacher Sandbunker gesetzt. Hinter dem Green wiederum wurde ein grösserer und tieferer Bunker gebaut, so dass die Golfspieler sehr genau spielen müssen, um das Green zu treffen. Auf dem nachfolgenden Bild ist ersichtlich, wie mit Streumaterial und Sand gearbeitet worden ist und dass das eigentliche Green immer noch mit der Klebefolie des doppelseitigen Teppich-Klebebandes abgedeckt ist.

Die erste Sandschicht ist im Bunker bereits aufgetragen worden

Auch der Bunker vor dem Green ist gestaltet und eingesandet worden

Auch der kleinere Bunker ist bereits mit dem ersten „Guss“ eingesandet worden. Hier ist aber noch eine Nachbearbeitung notwendig.

Nun ging es daran, das Green fertig zu stellen. Es war klar, dass die Methode „Strassenbau“ hier ideale Dienste leisten würde, d.h. nach dem Entfernen des Klebebandes wurde der ganz feine Chinchilla-Sand auf die Klebeflächen gestreut und kräftig eingerieben. Das hält bombenfest ist aber farblich grau und entspricht somit nicht einem Grün-Rasen!. Deshalb wurde der Chinchilla-Sand vorher mit grüner Volltonfarbe eingefärbt. Aber irgendwie war das Resultat dann ein Schock. Müssen wir nun das ganze Green wieder aus dem Gips rauslösen und neu machen? Nein – natürlich nicht. Auf einem Teststück (auf einem kleinen Sperrholz-Teil mit aufgeklebtem Teppichband das katastrophale Grüngemisch eingerieben und dann mit verschiedenen Wasserfarben übermalt und kontrolliert, welche Resultate sich ergeben). Nachdem wir mit dem Test zufrieden waren, erfolgte die Umfärbung direkt auf dem Golfplatz und wir waren erfreut über das Resultat.

Nachfolgend ein Vergleich:

VORHER (Uäääh, was ist denn das für eine Farbe….?)

NACHHER

Auch die beiden Abschläge wurden bereits erstellt. Als Abschlagefläche dienten kleine Sperrholzresten, die ebenfalls begrünt worden sind. Die Abschlagsmarken sind Stecknadelköpfe. Allerdings sind diese für die Spur N immer noch etwas zu gross. Wenn wir nicht kleinere Nadeln finden, werden wir einen Weg finden müssen, um diese selbst herzustellen. Wir sind zuversichtlich, dass bis zur Einweihung des Platzes dieses „Problem“ gelöst sein wird.

Allfällige Golfspieler werden die Aufstellung der Abschlagsmarkierungen bemängeln. Logisch – es sind jetzt ja nur Stellproben und die definitiven Markierungen werden noch gesetzt!!

Nach all diesen Arbeiten gab es einen Marschhalt! Nun musste daran gedacht werden, wie die oben im Bericht erwähnten Schutzgitter gebaut werden. Unser Mitglied Marcel hatte schon vor einiger Zeit ein kleines Punktschweissgerät für unsere Arbeiten adaptiert. Nachdem er mit diesem Gerät in der Vergangenheit erfolgreich Zäune, Lawinenschutzgitter, Hochspannungsmasten (!) etc. erstellt hat, drängte es sich auf, auch für diese Schutzgitter mit der Punktschweissanlage zu arbeiten. Marcel instruierte kurz Louis und Andreas und los ging die Geschichte. Wir werden in einem zukünftigen Beitrag detailliert aufzeigen, wie wir mit dieser Methode rasch jegliche Art von Zäunen, Abschrankungen etc. erstellen.

Zuvor mussten aber die Oberleitungsmasten gesetzt werden, da nach dem Aufstellen der Zäune diese Masten nicht mehr eingebaut werden können. Wir haben an anderer Stelle beschrieben, warum wir nur Masten (also keine Drahtverbindungen von Mast zu Mast) aufstellen werden.

Die nachfolgenden Bilder zeigen bereits die Sicherheits-Drahtzäune, die nach obigem Verfahren hergestellt worden sind. Dahinter sind auch die Oberleitungsmasten erkennbar.

…und bereits ist auch das zweite Schutzgitter erstellt und platziert worden

So, wir melden uns wieder, wenn wir dann nach der endgültigen Ausgestaltung den Golfplatz dem Spielbetrieb übergeben können… 🙂